Cine Tirol Film Commission
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Wie Tirol ein Filmland wurde
Tirol ist das "Land im Gebirg" - diese faszinierende Bergwelt inmitten Europas zieht Menschen aus der ganzen Welt an und schafft zu allen Jahreszeiten besondere Voraussetzungen, auch für Filmschaffende aus dem In- und Ausland.

Es ist bemerkenswert, dass nur ein Jahr nach den ersten öffentlichen Filmvorführungen durch die Brüder Lumière in Paris Ende 1895 die ersten kurzen Filmvorführungen – sogenannte „lebende Photographien“ – auch in Tirol stattfanden; die frühesten Projektionen im Oktober 1896 in Trient und Anfang November desselben Jahres in Innsbruck, Ende Juli des Jahres 1897 folgten die ersten Filmvorführungen in Meran. In diesen frühen Jahren waren es vor allem Wanderkinos, die die Tiroler Bevölkerung begeisterten, oftmals fanden die Vorführungen in Brauereien und Gasthäusern oder im Rahmen von Zirkus- und Jahrmarktsveranstaltungen statt. Diese ersten Filme - mit Szenen, die von Technikern der Firma Lumière in Europa gedreht wurden - dauerten oft nur wenige Minuten. Bereits im Jahr 1900 wurden mit einem sogenannten Kinematograph - ein Apparat, mit dem Filme nicht nur vorgeführt, sondern auch aufgenommen und entwickelt werden konnten - in Meran Szenen eines Tiroler Volkstanzes, vermutlich ein „Schuhplattler“, angefertigt und gezeigt: dieser leider verschollene Film gilt somit als erste Filmproduktion „made in Tirol“.

Im Jahr 1905 kam der Engländer Frank Ormiston Smith nach Tirol, um kinematographische Aufnahmen für Vorträge in England zu machen, nur ein Jahr später wurde er vom Tiroler Landesverband für Fremdenverkehr beauftragt, bioskopische Aufnahmen von Tirol anzufertigen, die dann in Deutschland und England gezeigt wurden. Diese „Auftragswerke“ – darunter Szenen wie „Sonntagskirchenparade, Fronleichnamsprozession, Schuhplattler-Tanz“ in Meran, „Über den Arlberg im Sommer und im Winter“ und „Innsbrucks Leben an einem Markttage“ - verdienen einen besonderen Hinweis, weil sie die sehr frühe Einsicht und Absicht der weitblickenden Auftraggeber beweisen, dass „bewegte Bilder“ für werbliche Zwecke eingesetzt wurden, um touristische Effekte auszulösen und Gäste nach Tirol zu führen. Dies waren auch die wesentlichen Beweggründe für die Produktion von weiteren Filmen wie „Rodel- und Skifahren auf dem Arlberg“, „Skirennen in Kufstein“ und „Schlitten-Trabrennen in Kitzbühel“.

In der frühen Filmepoche Tirols ist manch „cinematographische“ Besonderheit hervorzuheben, darunter die ersten Spielfilme, die sich dem Tiroler Aufstand unter Andreas Hofer im Jahre 1809 widmen. Der 1913 entstandene Film „Speckbacher“ gilt als der älteste, noch erhaltene Spielfilm, der in Tirol gedreht wurde.

Ein weiterer, kaum bekannter Meilenstein der Tiroler Filmgeschichte ist die Realisierung der britisch-deutschen Koproduktion „The Mountain Eagle“ 1925 in Obergurgl und Umhausen. Regie führte kein Geringerer als Alfred Hitchcock, der durch eine Postkarte auf diese Drehorte im Ötztal aufmerksam wurde. Leider ist auch dieser Film verschollen, nur Tagebuchaufzeichnungen des Regisseurs, zwölf Fotografien und Kritiken beweisen die Tatsache der durchgeführten Dreharbeiten in Tirol. Mittlerweile gilt „The Mountain Eagle“ als weltweit meistgesuchter Film.

1930/31 realisierte Arnold Fanck den Film „Der weiße Rausch“ in St. Anton und St. Christoph am Arlberg. Mehr als 40 Skifahrer gehörten zu den Darstellern, darunter viele der damals berühmtesten Rennläufer wie Hannes Schneider, Guzzi Lantschner  und Rudi Matt. Der Film war ein außergewöhnlicher Erfolg, einige der Szenen gelangen so spektakulär und unwiederholbar, dass sie in Skifilmen bis in die 1960er Jahre immer wieder auftauchten. Die Filmkritiken waren begeistert, etwa von der choreographischen Qualität des Schnitts, von den Fanck-typischen Gegenlichtaufnahmen und den nie zuvor im Kino gesehenen Zeitlupenbildern artistischer Skitricks. Diese überzeugende filmische Gestaltungskraft ließ Fancks Film „Der weiße Rausch“ weitreichende Wirkungen haben. Sein Kinoerfolg in den europäischen Großstädten war grundlegend in der Durchsetzung einer bis dahin unbekannten Freizeitaktivität hin zum Volkssport und einer heute weltweit mächtigen Industrie: Dem Wintersport.

Das Filmland Tirol erlebte nach dem Schrecken und Elend des Zweiten Weltkriegs einen erstaunlichen Neustart: das kleine Dorf Thiersee im Tiroler Unterland nahe Kufstein wurde durch Fügung, Weitblick und Tüchtigkeit von 1946 bis 1952 das Zentrum des österreichischen Nachkriegsfilms, das Passionshaus war das damals modernste Filmstudio des ganzen Landes. 18 nationale und internationale Spielfilme entstanden in dieser Zeit in Tirol, darunter „Wintermelodie“, „Wonderkid“ und „Das doppelte Lottchen“ mit berühmten Schauspielern wie Curd Jürgens, Hans Albers, Oskar Werner und Paula Wessely.

In den 50-er und 60-er Jahren des letzten Jahrhunderts waren es vor allem zahlreiche Heimatfilme, die in Tirol realisiert wurden, Für diese vorrangig vergnüglichen und unterhaltsamen, teilweise recht klischeehaften Filme wie „Sissi“, „Dort oben, wo die Alpen glühen“, „Drei Männer im Schnee“, „Hoch droben auf dem Berg“, „Die Zwillinge vom Zillertal“, „Das Hirtenlied vom Kaisertal“, „Sturm am Wilden Kaiser“ und „Der schwarze Blitz“, standen mit die bekanntesten deutschsprachigen Schauspieler und Schauspielerinnen der damaligen Zeit vor der Kamera, darunter Romy Schneider, Hans von Borsody, Karlheinz Böhm, Peter Weck, Peter Alexander, Gunther Philipp, Gerhard Riedmann, Christine Kaufmann, Hans Moser, Paul Hörbiger, Uschi Glas, Toni Sailer und viele mehr. Diese Filme mit dem „Schauplatz Tirol“ förderten in jedem Fall einen bemerkenswerten touristischen (und damit auch wirtschaftlichen) Aufschwung des Landes. Unterstützt wurde dieser Effekt auch durch die wiederholte Verwendung des Landesnamens Tirol in den Filmtiteln, beispielsweise „Das Forsthaus in Tirol“, „Ja, ja, die Liebe in Tirol“, „Da lacht Tirol“, „Das Schloss in Tirol“, „So liebt und küsst man in Tirol“, „Verliebte Ferien in Tirol“ und „Mein Schatz ist aus Tirol“. Bemerkenswert ist auch die erste TV-Serie, die in dieser Zeit in Tirol entstand: „Mario“ brachte die spannenden Geschichten eines Tiroler Buben, gespielt von Mario Peis (dem Sohn der Skiweltmeisterin Dagmar Rom und des Journalisten Günther Peis), der gemeinsam mit seinem Schäferhund „Truxi“ manch Abenteuer auf Skiern speziell im Kühtai erlebte, in die Wohnzimmer Österreichs.

In dieser Zeit wurden jedoch auch einige interessante und internationale Filmproduktionen zumindest teilweise in Tirol realisiert, darunter „The Gamma People“ von John Gilling mit Paul Douglas und Eva Bartok in Imst. „The Main Attraction” unter der Regie von Daniel Petrie mit Pat Poone und Nancy Kwan im Kühtai, „La strega bruciata viva ” unter der Regie von Lucchino Visconti mit Silvana Mangano und Annie Girardot in Kitzbühel, „The Double Man“ unter der Regie von Franklin J. Schaffner mit Yul Brynner und Britt Ekland am Arlberg, „ Ruba al prossimo tuo“ unter der Regie von Francesco Maselli mit Claudia Cardinale, Leon Askin und Rock Hudson in Itter sowie „Assignment K” unter der Regie von Val Guest mit Stephen Boyd, Camilla Sparv, Robert Hoffmann und Vivi Bach in Kitzbühel, „A Matter of WHO“ unter der Regie von Don Chaffey mit Terry-Thomas, Sonja Ziemann und Richard Briers in Ehrwald und Berwang.

1969 wurde Tirol für die Produktion von zwei sehr großen internationalen Filmen ausgewählt: „Das vergessene Tal“ mit Michael Caine, Omar Sharif und Florinda Bolkan unter der Regie von James Clavell fand im Gschnitztal die geeigneten Drehorte, um diese bewegende Geschichte in den Zeiten des Dreißigjährigen Krieges entstehen zu lassen; und „Downhill Racer“ wurde zum größten Teil in Kitzbühel und St. Anton gedreht. Für diesen Kinofilm unter der Regie von Michael Ritchie standen Robert Redford, Gene Hackman und Camilla Sparv vor der Kamera.

Mit der französischen Filmproduktion „Der Bär“ unter der Regie von Jean-Jacques Annaud aus dem Jahr 1987 betrat das Filmland Tirol wieder eine internationale Bühne. Osttirol wurde auf Grund der geologischen Vielfalt der Berglandschaft rund um Lienz Schauplatz der Dreharbeiten für diesen Film, der auf sehr geschickte Weise Elemente des Tier-, Abenteuer- und Familienfilms vereinte und so weltweit ein großer Kinoerfolg wurde. Annaud war von den Drehorten in Osttirol, aber auch von der Freundlichkeit und Hilfsbereitschaft der Tiroler Bevölkerung dermaßen angetan, dass er das Filmland Tirol mit folgender Aussage auf besondere Weise würdigte: „Tirol bietet die Tüchtigkeit Deutschlands, die Schönheit der Schweiz und den Charme Italiens.“

1991 wurden für die TV-Serie „Der Bergdoktor“ geeignete Drehorte im gesamten Alpenraum gesucht – eine entsprechende Anfrage landete auch bei der Tirol Werbung, die dann der deutschen Filmproduktionsfirma entsprechende Vorschläge unterbreitete. Letztlich bekam die Gemeinde Wildermieming auf dem Mieminger Plateau über Telfs den Zuschlag, wo dann das Bergdoktorhaus gebaut und bis 1998 gedreht wurde. Diese Erfahrungen leisteten auch den entscheidenden Beitrag dafür, dass die Tirol Werbung unter der Geschäftsleitung von Josef Margreiter und mit Fachberatung des Tiroler Filmschaffenden Erich Hörtnagl im Jahre 1998 die Cine Tirol Film Commission gründete. Deren Hauptzweck ist bis heute die nunmehr aktive Bewerbung Tirols als Filmland, um Kino- und Fernsehproduktionen aus dem In- und Ausland auf die herausragenden Drehorte aufmerksam zu machen, insbesondere auf deren leichte Erreichbarkeit sogar im Hochgebirge bis weit hinauf in die Gletscherregionen. Beeindruckt zeigen sich die internationalen Filmschaffenden auch durch die unmittelbare Nähe von alpiner Wildnis und leistungsstarker Infrastruktur seitens des Tourismus und des Transports. Weitere Erfolgsfaktoren des Filmlandes Tirol sind die vier markanten Jahreszeiten und die Möglichkeit von winterlichen Dreharbeiten auch in den Frühlings- und Herbstmonaten auf fünf Tiroler Gletschern, die hohe Qualifikation der heimischen Filmschaffenden, die große Bandbreite von Architektur - von mittelalterlichen Burgen bis zu modernen Seilbahnstationen. Außerdem hat Tirol eine wechselvolle Geschichte und unzählige Geschichten, die als spannende und berührende Filmstoffe verwendet werden können. Wichtig ist auch die ausdrücklich filmfreundliche Haltung der einheimischen Bevölkerung und der regionalen bzw. lokalen Behörden, wodurch sich Filmteams aus vielen Ländern überaus herzlich willkommen und umfassend betreut fühlen. Wettbewerbsentscheidend sind letztlich auch die Möglichkeiten der Unterstützung bzw. Hilfestellung vor und während der Dreharbeiten seitens Cine Tirol als professionelle Film Commission, die sich als Motor des Filmlandes Tirol versteht.

Seit 1998 setzt das Cine Tirol Team unter der Leitung von Johannes Koeck umfassende Kommunikations- und Marketingmaßnahmen, um Tirol zum „führenden Filmland der Alpen“ zu machen. Darunter fallen Cine Tirol-Präsentationen in Filmmetropolen im In- und Ausland von Wien bis Mumbai, Teilnahmen an internationalen Filmfestivals von Berlin bis Busan, Locationsmessen und Koproduktionstreffen von München bis Los Angeles und die Einladung von Filmproduzenten zur jährlichen Fachveranstaltung im Rahmen des hochalpinen Branchentreffens „Cine Tirol & Ski“ in St. Christoph am Arlberg. Die Akquisition von Fachveranstaltungen wie EAVE, in deren Rahmen junge und erfahrene Filmproduzenten aus- und weitergebildet werden, schafft weitere Möglichkeiten, Entscheidungsträger auf das Filmland Tirol aufmerksam zu machen. Cine Tirol ist zudem Mitglied der AFCI (Association of Film Commissioners International) - sowie Gründungsmitglied des EUFCN (European Film Commissions Network) und der Arbeitsgemeinschaft AFC&F (Austrian Film Commissions & Funds).

Als besondere Hilfestellung bietet Cine Tirol allen Filmschaffenden ein umfassendes Location Service an - speziell in der Entscheidungsphase können durch die Beschaffung und Bereitstellung umfassender Informationen, aber auch durch die persönliche Begleitung und Betreuung der Produzenten, Regisseure, Produktionsleiter und Location Scouts die vielfältigen Möglichkeiten des Landes bestmöglich präsentiert werden. Ausgezeichnete Beziehungen zur heimischen Bevölkerung und hervorragende Ortskenntnisse in Tirol, professionelle Kontakte zu Firmen beziehungsweise Behörden sowie zur Filmbranche, rasche Zugriffsmöglichkeiten auf umfassende Foto- beziehungsweise Videoarchive und Bibliotheken, gute Fremdsprachenkenntnisse sowie hoher Einsatz und großes filmisches Einfühlungsvermögen zeichnen das Angebot des Cine Tirol Location Service aus.

Cine Tirol kann ausgewählte und erfolgversprechende Filmprojekte in Form eines Produktionskostenzuschusses auch finanziell unterstützen – darunter künstlerische Spielfilme und anspruchsvolle Dokumentationen, aber auch populäre Unterhaltung wie TV-Filme und Fernsehreihen bzw. -serien, die nach Inhalt, Form und Besetzung auf eine internationale Auswertung ausgerichtet sind. Wesentlich für die Zuerkennung eines Produktionskostenzuschusses sind vor allem der wirtschaftliche „Tirol-Effekt“ durch produktionsbedingte Ausgaben während der Dreharbeiten in Tirol beziehungsweise der inhaltliche  „Tirol-Bezug“, beispielsweise wenn Tirol als Ort des Geschehens erkennbar wird und kulturelle, historische, soziale oder regionale Gegebenheiten einen wesentlichen Bestandteil der Handlung darstellen.

Ein weiterer Schwerpunkt von Cine Tirol ist die Aus- und Weiterbildung von Tirolerinnen und Tirolern in filmspezifischen Berufen – im Rahmen von Seminaren und Workshops wurden interessierte Personen speziell in den Bereichen Location Scouting und Management im alpinen Bereich geschult, im Rahmen der regelmäßig stattfindenden „Cine Tirol Meetings“ wird auch das Netzwerk der heimischen Filmschaffenden laufend gestärkt und erweitert.

Seit Gründung von Cine Tirol im Jahre 1998 konnten über 400 Filmproduktionen aus nah und fern nach Tirol geführt werden. Highlights dieser Produktionen sind u.a. die Kinofilme „James Bond 007 – SPECTRE“, „Point Break“, „Snowpiercer“, „Winter Heat“, „Yuvvraaj“, „Wie im Himmel“, „Die fetten Jahre sind vorbei“, „Last Holiday“, „In 3 Tagen bist du tot 2“, „xXx – Triple X“, „Der Architekt“, „März“, „Das Geheimnis der Schneekönigin“, „Rise up and Dance!“, „Vals“, „Extreme Ops“, „Die Freiheit des Adlers“, „Lapislazuli – Im Auge des Bären“, „Bergkristall“, „Vollgas“, „Die Skitour“, „Helden in Tirol“, „Flashback“; die Fernsehproduktionen „Der Schandfleck“, „Schwabenkinder“, „Franz und Anna“, „Gefährliche Gefühle“, „Gipfelsturm“, „K2“, „Die Lawine“, „Crazy Canucks“, „Das Weihnachtsekel“, „Der letzte Kronzeuge“, „Ausgelöscht“, „Gletscherblut“, „Der Bär ist los“, „Die Hüttenwirtin“, „Die Wanderhure“, „Die Hebamme – Auf Leben und Tod“, „Die Aufnahmeprüfung“, „Der Meineidbauer“, „Stille“, die TV-Reihen „Tatort“, „Im Tal des Schweigens“, „Wilder Kaiser“, „Da wo die Berge sind“, „Der Metzger“, die TV-Serien „Der Bergdoktor“, „SOKO Kitzbühel“ und „Powder Park“ sowie Dokumentarfilme wie „Glockner – Der schwarze Berg“, „Unterwegs nach...Heimat“, „Vom Leben am Steilhang“, „Im Reich des Steinadlers“, „Der Inn“, „Schnee“, „Streif – One Hell of a Ride“, dazu noch Kurzfilme von meist jungen Filmschaffenden sowie viele Werbefilme führender Firmen und Marken wie BMW, Porsche, Mercedes, Volkswagen, Opel, Suchard, Sony Ericsson, Tchibo, Karstadt, Scania, Shell, Garmin, Samsung, Telekom und viele andere.

Viele bekannte Filmschaffende vor und hinter der Kamera standen seit Gründung von Cine Tirol an Drehorten inmitten der Tiroler Berge: Daniel Craig, Vin Diesel, Queen Latifah, Peter Storemare, Mario Adorf, Heino Ferch, Daniel Brühl, Tobias Moretti, Bernhard Schir, Christian Berger, Ina Weisse, Josef Bierbichler, Iris Berben, Karl Markovics, Fritz Karl, Désirée Nosbush, Joseph Vilsmaier, Sabine Derflinger, Matthias Schweighöfer, Brigitte Hobmeier, Harald Krassnitzer, Fritz Wepper, Kristina Sprenger, Hans Sigl, Nicholas Ofczarek, Hannah Herzsprung, Hans Weingartner, Ruth Drexel, Kurt Weinzierl, Günther Maria Halmer, Robert Palfrader u.v.m.

Die bisherigen Erfolge haben zu einer großen Aufmerksamkeit der internationalen Filmszene für das „Land im Gebirg“ geführt. Nicht nur aus dem deutschsprachigen Raum, sondern auch aus vielen europäischen Ländern wie Großbritannien, Schweden, Niederlande, Schweiz, Italien, Ungarn und Russland und sogar aus fernen Ländern wie beispielsweise aus den USA, Kanada, Brasilien, den Arabischen Emiraten, Südkorea, Indonesien, China und Indien realisierten Filmschaffende ihre Produktionen im „Herz der Alpen“. Speziell das große Interesse indischer Filmproduzenten überraschte das Cine Tirol Team – und es lernte schnell: denn erstens hat Indien die weltweit größte Filmindustrie, die pro Jahr über 1000 neue Filme in die Kinosäle nicht nur in Indien, sondern weltweit zwischen Mumbai, London und Los Angeles bringt; und zweitens bietet Tirol die „paradiesische Kulisse“ für den indischen Geschmack – die bunten Blumenwiesen, die grünen Wälder, das klare Wasser, die sanften Hügel im Vordergrund und schneebedeckten Gipfel im Hintergrund sind die perfekten Drehorte für die oft sehr liebevoll und aufwändig inszenierten Tanz- und Gesangsszenen der indischen Schauspieler, darunter Superstars wie Salman Khan, Anil Kapoor, Ajay Devgan, Sonali Bendre und Katrina Kaif. Mittlerweile wurden über 80 indische Filmproduktionen in Tirol realisiert!

Einige Filmprojekte „made in Tirol“ wurden mit cineastischen Auszeichnungen gewürdigt - darunter die Oscar-Nominierung für „Wie im Himmel“, der Deutsche Filmpreis für „Die fetten Jahre sind vorbei“, der Silberne Leopard für „März“, der Deutscher Fernsehpreis für „Schwabenkinder“ und die Romy für „Unterwegs nach ... Heimat“.

Und Cine Tirol selbst würdigt Personen, die sich besondere Verdienste um das Filmland Tirol erworben haben: sie werden mit dem „Cine Tirol Award“ ausgezeichnet. Die bisherigen Preisträger sind der Regisseur Jean-Jacques Annaud, der Berlinale-Direktor Dieter Kosslick, der Schauspieler Tobias Moretti, Erich Hörtnagl, einer der Gründungsväter der Cine Tirol, der Direktor des Internationalen Filmfestival Innsbruck (IFFI) Helmut Groschup, der Drehbuchautor Felix Mitterer, der Schauspieler Harald Krassnitzer, der Regisseur und Kameramann Georg Riha, die EAVE-Geschäftsleiterin Tina Trapp, der „Bildermacher“ Joseph Vilsmaier, der „Bergdoktor“ Hans Sigl und die „SOKO Kitzbühel“-Kommissarin Kristina Sprenger.

Der wirtschaftliche Effekt durch produktionsbedingte Ausgaben in den einzelnen Tiroler Regionen erreicht bisher eine beeindruckende, hinzu kommen noch höchst erfreuliche mediale Effekte durch entsprechende Berichterstattungen über die stattfindenden Produktionen im „Filmland Tirol“. Und auch die Zahl der Kinobesucher beziehungsweise die Zuseherquote durch TV-Ausstrahlungen von Filmen „made in Tirol“ sind bemerkenswert: 2013 sahen über 570 Millionen Menschen allein im deutschsprachigen Raum bewegte und bewegende, berührende und unterhaltende Bilder aus Tirol!

Ein großes Anliegen des Cine Tirol Teams war und ist die filmtouristische Verwertung der Filmproduktionen in Tirol – immerhin geben 27% der Befragten einer britischen Studie der Halifax Travel Insurance an, dass sie sich von Kino- und TV-Filmen bei der Entscheidung ihrer Urlaubsdestination inspirieren lassen; und die Manova-Studie (Oktober 2011) kommt zum Ergebnis, dass hinsichtlich des Entscheidungsprozesses für eine Urlaubsdestination auf dem Weg vom „awarness set“ in das „consideration set“ neutrale und objektive Medien eine große Bedeutung spielen – insbesondere TV-Filme und Dokumentationen leisten somit einen entscheidenden Beitrag für das finale „conversion set“. Die Travelsat-Studie kommt zum Ergebnis, dass 2012 über 40 Millionen Touristen ihre Urlaubsdestination auf Grund eines Films wählten. Von der Cine Tirol Movie Map auf der Homepage von Cine Tirol und den Hinweisen auf „Tirollywood – Tiroler Filmregionen stellen sich vor“ auf www.tirol.at/tirollywood, über Premierenveranstaltungen vor Ort und Stammgästeinformationen vor Kinostart bzw. Erstausstrahlung bis hin zur Ausstellung „Thiersee und seine Filmgeschichte“ und zum „Bergdoktor“-Radwanderweg in Wildermieming reichen die engagierten Bemühungen der Tiroler Tourismusverantwortlichen, um diese zweckdienliche Verknüpfung zwischen Filmproduktionen und  Urlaubsangeboten auch in Tirol zu verwirklichen. Mittlerweile sind mehrere regionale Programme unter dem Motto „Auf den Spuren von Filmproduktionen“ entstanden, eine besonders erfolgreiche Form der filmtouristischen Verwertung wurde vom Tourismusverband Wilder Kaiser im Zusammenhang mit der TV-Serienproduktion „Der Bergdoktor“ gestartet und umgesetzt: Fans dieser nicht nur im deutschsprachigen Raum überaus beliebten Fernsehserie können sich beispielsweise über geführte Wanderungen und Fanwochen inklusive „Meet & Greet“ mit dem „Bergdoktor“ Martin Gruber alias Hans Sigl freuen.

Cine Tirol konnte auch einen Beitrag zur Entwicklung der Filmfestivals in Tirol leisten. Unter anderen werden das Internationale Filmfestival Innsbruck (IFFI), das Filmfest St. Anton am Arlberg, das Film Festival Kitzbühel (FFKB) und das Innsbruck Nature Film Festival von Cine Tirol unterstützt.

Alle diese Bemühungen und Unterstützungen gründen auf dem Bewusstsein, dem Bekenntnis und der Begeisterung des Cine Tirol Teams und aller Partner, dass Tirol die besten Voraussetzungen als Filmland hat und dass die positiven Effekte für die Marke Tirol und für die einzelnen Regionen enorme Auswirkungen in wirtschaftlicher, medialer und filmtouristischer Hinsicht haben.

So ist Tirol ein überaus bekanntes und beliebtes Filmland geworden. Das „Land im Gebirg“ hat alle Voraussetzungen, auch weiterhin das führende Filmland der Alpen zu bleiben und Filmschaffende aus der ganzen Welt in das „Herz der Alpen“ zu führen, um hier zwischen dem Osttiroler Villgratental und Bschlabs im Außerfern, zwischen St. Christoph am Arlberg und den Kitzbüheler Alpen, zwischen dem Kaunertaler Gletscher und der Altstadt von Hall, zwischen der futuristischen Seilbahnarchitektur im Skigebiet von Sölden und dem Schloss Ambras, zwischen dem letzten Wildfluss Europas im Lechtal und dem Tiroler Fjord am Achensee, zwischen dem Höfemuseum in Kramsach und der Sprungschanze auf dem Bergisel in Innsbruck oder an anderen faszinierenden Drehorten Tirols  ihre filmischen Geschichten zu realisieren.

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